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Kritik an der Verkehrsplanung im Linksrheinischen Stadtautobahn

Erstmals in ihrer Geschichte haben sich alle linksrheinischen Bürgervereine und die Bürgerinitiative "Grüne Mitte" zusammengeschlossen, um gegen die Verkehrsplanung für das linksrheinische Düsseldorf zu protestieren. Für Wirbel sorgte eine gemeinsame Resolution, die am 15. September 2006 der Presse vorgestellt wurde.
Stoppt die Fehlplanung!

Stadtautobahn
Die Basisstraße ist die neugeplante vierspurige Straßenverbindung zwischen Greifweg und Willstätter Straße. Ihre Dimensionierung lässt vermuten, dass ein großer neuer Bürostandort eine schnelle Verbindung zur Innenstadt über Belsenplatz/Luegallee und in das Umland erhalten soll. Pendlerströme werden über Oberkassel geleitet. Eine parallele Entwicklung im ÖPNV ist nicht geplant. Die Bürgervereine im linksrheinischen Düsseldorf haben starke Bedenken gegen diese aktuelle Stadtplanung. Sie haben sich daher zusammengeschlossen, um für den Erhalt der Lebensqualität in ihrem Stadtbezirk zu kämpfen. Sie suchen nun den offenen Dialog mit den Bürgern und haben daher folgende Resolution verabschiedet:

 

Resolution:


Die linksrheinische Bezirksvertretung und der Stadtrat haben im Juni 2006 das neue Verkehrskonzept und zugleich den Bau der Basisstraße verabschiedet. Damit wurde der Grundstein gelegt, unseren Stadtbezirk mit 30.000 zusätzlichen Kfz-Fahrten pro Tag zu belasten. Alternativen wurden nicht vorgestellt. Berechtigte Einsprüche und Gegenvorschläge von Bürgern wurden ignoriert. Unser Versuch, ein klärendes Gespräch mit dem Amt für Verkehrsmanagement zu führen, schlug abermals fehl. Eine weitere Gesundheitsschädigung der Bewohner wird also bewusst in Kauf genommen, denn:


Die schon jetzt zu hohe Schadstoffkonzentration der Luft wird sich weiter erhöhen. Noch mehr Lärmbelastung wird entstehen. Das betrifft die Lebensqualität aller Bürger!


Gründe für den ungewöhnlich frühen Zeitpunkt der Beschlüsse sind scheinbar nicht vorhanden. Ein Investor für das angrenzende Gatzweiler-Gelände ist nicht in Sicht. Aber:

Seit dem 21-07-06 gelten schärfere Umweltrichtlinien, um die Gesundheit der Bürger zu schützen. Mit den Beschlüssen vom Juni 2006 sollen diese neuen Richtlinie unterlaufen werden. Damit hat sich die Politik bewusst für eine Verschlechterung unserer Lebensqualität entschieden.

Auch die Begründung der Stadtverwaltung für das neue Verkehrskonzept stimmt nicht:


Die ermittelten zusätzlichen 30.000 Kfz-Fahrten pro Tag gehen von einer Steigerung der Einwohnerzahl um 12% aus (das sind 5.000 neue Bürger) und von einer Zunahme der Arbeitsplätze um 55% (das sind 20.000 neue Jobs). Experten sagen aber für Düsseldorf einen Bevölkerungsanstieg von maximal 1% und einen gleichzeitigen Rückgang in der Region von bis zu 1 Mio. Menschen innerhalb der nächsten 15 Jahre voraus.


Der vorhandene Grünzug linksrheinisch, die Grüne Mitte, unsere Frischluftschneise, Fahrradverbindung und Promenade vom Handweiser zum Feldmühleplatz soll geopfert werden. Ein in Deutschland einmaliger Vorgang.


Hier ist auf dem Rücken der Bürger rücksichtslos eine Planung beschlossen worden, die wir nicht akzeptieren können!

 

Düsseldorf, den 15.09.2006


Fritz Aurin. Vorsitzender des Verkehrs- und Verschönerungs- Vereins
Herbert Rozynski. Vorsitzender des Bürgervereins Heerdt
Heinz Jürgens. Vorsitzender des Bürgervereins Lörick
Reiner Krause. Vorsitzende des Bürger- und Heimatvereins Niederkassel
Jürgen Osterland. Vorsitzender des Heimatvereins Oberkassel
Markus Loh. Sprecher der Bürgerinitiative für die Grüne Mitte