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Was geschieht am Belsenplatz

Thursday, 12 October 2006 02:17
Der VVV stellt seine Pläne vor!

Die Architekten im VVV haben stets gefordert, dass der Belsenplatz in die Planung für das ehemalige Güterbahnhofsgelände einbezogen wird. Da die versprochene Machbarkeitsstudie der Verwaltung seit langer Zeit auf sich warten lässt, haben sie sich gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekten Markus Loh Gedanken zur Umgestaltung des Platzes gemacht und stellen ihren Vorschlag zur Diskussion:
Standortanalyse

Der Belsenplatz ist ein Verkehrsknoten von 150m Länge und 100m Breite, der so angelegt ist, dass eine Gestaltung des Platzes praktisch unmöglich ist. Versuche, architektonische Akzente zu setzen gerieten zur Karikatur (Rheinbahnpavillon). Trotz riesiger Verkehrsflächen fehlen wichtige Funktionen: Linksabbiegen ist nicht möglich, was zur chaotischen Ersatzlösung am Barbarossaplatz führt, stark befahrene zweispurige Trassen werden plötzlich auf eine Spur reduziert (Belsenstraße, Ende Luegallee).

Noch schlimmer ist es um den ÖPNV bestellt: auf dem Platz befinden sich acht Haltestellen für Bahnen und Busse im Abstand bis zu 140m, beim Umsteigen sind lebensgefährliche Querungen erforderlich. Keine Haltestelle ist behindertengerecht (wie im gesamten Stadtteil).

Die Unwirtlichkeit des Platzes und das Fehlen von Parkplätzen hat auch dazu geführt, dass hier vier Gaststätten, davon drei alte Traditionslokale schließen mussten.
Anforderungen

Der Knoten muss entwirrt und so geordnet werden, dass freier Richtungsverkehr und eine befriedigende Gestaltung möglich ist.

Haltestellen müssen reduziert, konzentriert und so angeordnet werden, dass zumindest die Bahnstationen behindertengerecht sind.

Eine Umgestaltung des Platzes muss so erfolgen, dass der laufende Verkehr während der Umbauphase möglichst wenig behindert wird und der alte Baumbestand erhalten bleibt.

Parkplätze sollen entstehen.

 
BelsenplatzBelsenplatz

Vorschlag Verkehrsführung Vorschlag Gestaltung
Vorschlag des VVV

    Zwischen Luegallee 113 und Quirinstraße 1a werden die vorhandenen Fahrbahnen „aufgeweitet“, jedoch so, dass beiderseits ausreichend breite Gehwege verbleiben. Ähnlich wie bei einem Kreisverkehr werden die Straßen rings um eine ovalen Platz geführt. Ein Abbiegen in alle Richtungen ist möglich, eine zusätzliche Linksabbiegerspur verhindert Stau. Die vorhandene Ampelsteuerung kann fast unverändert beibehalten werden.

    Auch die Straßenbahntrasse bleibt fast unverändert. Lediglich auf der Luegallee (vor der Buchhandlung Gossens) wird ein Gleis so verschoben, dass zwischen den Schienen ein Freiraum von 6,50m entsteht. Hier soll ein mittiger Hochbahnsteig (ähnlich Station Tonhalle) und eine behindertengerechte gemeinsame Haltestelle für alle Straßenbahnlinien entstehen. Die beiden bisherigen Haltestellen einschließlich ihrer Bahnsteige entfallen zu Gunsten der angrenzenden Fahrbahnen. So wird die Belsenstraße wieder durchgehend zweispurig und am Ende der Luegalle entsteht eine zusätzliche Spur für einen Busbahnhof. Da das neu entstandene Oval freien Richtungsverkehr ermöglicht, kann die Zahl der Bushaltestellen reduziert werden.

    Die breite Straße vor dem Alten Bahnhof entfällt. Es entsteht ein großer Vorplatz, der an den alten Bahnhof angebunden ist und unter dem eine Tiefgarage mit 70 Plätzen möglich ist.

    Durch diese Maßnahmen erhält der Alte Bahnhof eine zentrale, bedeutende Lage. Der rückwärtige Biergarten wird auf die Vorderseite des Gebäudes verlegt, an seiner Stelle kann ein Bürgersaal entstehen, so dass das traditionsreiche Baudenkmal zum neuen Bürgerhaus (mit reduzierter Gastronomie) werden kann.

    Das „Tor“ zum geplanten Belsenpark ist nun mit der Luegallee verbunden.

Die Rheinische Post hat die Vorschläge des VVV bereits in einem umfassenden Bericht gewürdigt. RP, 31. Oktober 2006 ►