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Bebauung des alten Güterbahnhofs

Im Folgenden der Standpunkt des VVV:

Kurze Übersicht:

Die Bezirksvertretung 4 hat die Planung der VIVICO für das Güterbahnhofsgelände in Oberkassel mehrheitlich verabschiedet. Nun soll ein entsprechender Bebauungsplan er­stellt werden, zu dem eine Bürgerbefragung erfolgt. Die Architekten im VVV wiederholen ihre Anregungen vom November 2003, die bei der Ausarbeitung der Planung nicht be­rücksichtigt wurden:

1. Im ersten Bauabschnitt, der unmittelbar an den Belsenplatz angrenzt, sollen die ge­werblichen Flächen zugunsten eines höheren Wohnungsanteils reduziert werden.

2. Die städtebauliche Struktur soll der vielfältigen, differenzierten Architektur der vor­handenen Bebauung angepasst werden.

3. Die Gebäudehöhen sollen reduziert, d. H. auf die Umgebung abgestimmt werden.

Situation und Aussicht:

Die Architekten im VVV begrüßen es sehr, dass -15 Jahre nach Auslobung des Wettbewerbes für das Güterbahnhofsgelände am Belsenplatz mit dem Planungsvorschlag der VIVICO nun endlich eine Realisierung in greifbare Nähe gerückt ist.

Sinnvollerweise soll das Projekt in Abschnitten realisiert werden. Der erste Bauabschnitt, nämlich der unmittelbar an den Belsenplatz angrenzende und damit weitaus attraktivste Bereich, soll nach Vorstellung der VIVICO fast ausschließlich gewerblich genutzt werden. Die übrigen Abschnitte sollen weiter veräußert werden und zu einem späteren Zeitpunkt eine gemischte Nutzung (Wohnungen und Büros) erhalten.

Vor mehr als einem Jahr wurde das Projekt bereits der Öffentlichkeit vorgestellt. Wir, die Architekten im VVV haben unmittelbar danach Bedenken gegen die Planung geäußert, die allerdings bei der weiteren Bearbeitung durch die VIVICO nicht berücksichtigt wurden. Dies waren unsere Argumente:

1. Die gewerbliche Nutzung

Ein erschreckend hoher Leerstand* an Büroflächen in unmittelbarer Nachbarschaft (Prinzenpark, Seestern, Albertussee ) lässt befürchten, dass auch der erste Bauabschnitt am Belsenplatz weitestgehend ungenutzt bleibt und insbesondere außerhalb der Geschäftszeiten gänzlich verödet.(*Der Leerstand in Düsseldorf liegt z. Zt. bei 885.000,00 qm)
Ein zu hoher Anteil an Einzelhandel wird zwangsweise Kaufkraft von der Luegallee und den angrenzenden Straßen abziehen und dort zu Leerstand führen.
Daher fordern wir für den ersten Bauabschnitt eine Reduzierung der gewerblich genutz­ten Flächen zugunsten eines erheblich höheren Wohnanteils. Eine gemischte Nutzung der üb­rigen Bauabschnitte ist ausdrücklich erwünscht

2. Die städtebauliche Situation

Die Planung der VIVICO lässt befürchten, dass hier Büro- und Gewerbearchitektur wie ein Keil in ein gewachsenes Quartier getrieben wird, das gerade durch seine vielfältige, diffe­renzierte Baustruktur seinen besonderen Charakter hat. Die vorherrschende Blockbebauung wird nicht aufgenommen, die neue Struktur grenzt sich ab, der Anschluss an den Belsenplatz wirkt „ausgefranst“ in einem sonst geschlossenen Ortsbild. Die vorgeschlagenen Arkaden sollen dabei städ­tisches Flair suggerieren.

Wir fordern für diesen Bereich mehr städtebauliche Qualität und eine planerische Überarbeitung.

3. Die Höhenentwicklung

Die vorgesehene sechsgeschossige Bauweise - wobei gewerbliche Nutzung erheblich grö­ßere Geschosshöhen als Wohnungsbau erfordert - wird unterstreichen, dass hier ein neu­er, fremder Stadtteil entsteht.

Daher fordern wir, dass die maximale Bebauung auf fünf Geschosse beschränkt wird. Vorgabe sollte hier die Traufhöhe der umgebenden Bebauung sein.

Die VIVICO schreibt in ihrem aufwändigen Prospekt:

„Positive Auswirkungen auf die Umgebung sind nur möglich, wenn Struktur und Nutzungs­mix des neuen Quartiers optimal auf die Umgebung abgestimmt wird.“

Genau das fordern wir.

Neben der Kritik an diesem Projekt hat der VVV aber auch versucht neue Wege aufzuzeigen, auf denen die Verantwortung der Stadt für die Stadtplanung gefordert ist.

Was kann passieren? - Was muss geschehen?

Unsere Befürchtungen:

1. Geplant sind fast ausschließlich Gewerbeflächen im 1. Bauabschnitt; der Leerstand wird erheblich sein
; die Anlage verödet.

2. Bei Einhaltung eines verträglichen Verhältnisses Wohnen/Gewerbe verbleibt für den Rest des Grundstückes nur Wohnbebauung.

3. 6-geschossige Bürotrakte ( 20 m Gebäudehöhe ) direkt am Belsenplatz, sind ein erheblicher Fremdkörper.

4. Die Verdoppelung der Einzelhandelsflächen bewirkt hohen Leerstand auf der Luegallee.

5. Schlägt der 1. BA fehl, wirkt sich das negativ auf die folgenden Bauabschnitte aus, deren Planung nicht absehbar ist.

6. Der Belsenplatz wird verkehrstechnisch erheblich mehr belastet, wenngleich er nicht in die Planung einbezogen wurde. Ein Verkehrskonzept ist nicht sichtbar.

7. Weiterer Leerstand der Gewerbeimmobilien in Lörick und Heerdt wird gefördert.

Unsere Forderungen:

Stärkere Durchmischung aller Bauabschnitte

1. 70% Wohnen 30% Gewerbe ( Dienstleistung, Einzelhandel Werkstätten und Betriebe, Ateliers und soziale Einrichtungen )

2. Vertikale Mischung von Gewerbe im EG und Wohnen im OG

3. Begrenzte Geschosszahl, IV Vollgeschosse +1 Staffelgeschoss

4. Geschosshöhen 3,00 m, Traufhöhe 15 m Statt jetzt geplanter 20 m

5. Einbeziehung des Belsenplatzes in die Planung und Umsetzung der Lösung mit dem 1. BA

6. Erst neues Wohnen mit anteiligem Einzelhandel

Dies alles fördert die Belebung der Anlage.

Vielfalt

7. Unterschiedliche Wohnformen für unterschiedliche Generationen: Familienwohnungen,
Alten- und behindertengerechte Wohnungen, Single- und Studentenwohnungen

8. Private Baugemeinschaften ermöglichen neue Architekturkonzepte und eine hohe Identifizierung
mit dem Stadtteil bei größter Wirtschaftlichkeit.

Dies mindert die Gefahr von Fehlplanungen, ermöglicht neue Verkehrskonzepte, die Stadtflucht wird umgekehrt,
der PKW- / Pendlerverkehr verringert.

Kontinuierliche Fortführung des Stadtteils

9. Blockrandbebauung als städtisches Grundmodul

10. Stadthaus als Grundtyp für den mehrgeschossigen Wohnungsbau

11. Kleinzellige Parzellierung nach individuellem Bedarf ermöglichen

12. Keine festen Grundstücksbreiten

13. Hohe Dichte

Dies eErgibt einen homogenen Stadtteil, bietet Raum für vielfältige Architektur bei gesenkten
Grundstückskosten und reellen Herstellungspreisen; der Kreis der Interessenten wird größer.

Einrichtung einer wirtschaftlich unabhängigen Koordinationsstelle

14. für die Umsetzung der Planung

15. für Diskussionen in Arbeitgruppen

16. für die Beteiligung der Bürger an ihrem Stadtteil

17. als Kommunikationsbörse für Bauinteressenten

18. für Existenzgründerangebote

Dies trägt dazu bei, dass allen Interessen Rechnung getragen und nicht am Bedarf vorbei gebaut wird
und eine nachhaltige Bindung der Nutzer an den Standort Oberkassel erreicht wird.

Jetzt ist der Bürger gefragt !

Power Point Präsentation des ALD: hier klicken