Get Adobe Flash player

You are here

Home

Was sich der VVV für 2018 wünscht:

Tags: 


Für das kommende Jahr möchte der VVV das Augenmerk auf einige Punkte legen die ihn schon seit Jahren beschäftigen und für die Entwicklung unserer Stadteile  sehr wichtig sind. Das Linksrheinische ist zweitgrößter Gewerbestandort und steht stellvertretend für die Probleme, die sich daraus ergeben.
Nur gemeinsam können wir uns für die Zukunft einsetzen.

1.     Wohnraum schaffen: 
Die Zeitungen berichteten vor einiger Zeit, dass es kaum noch Angestellte für den Dienstleistungssektor zu finden gibt. Es ist klar, dass auch die beschränkte Anzahl von Wohnraum dazu beiträgt, und viele Berufstätige aus dem Umfeld anreisen müssen. Düsseldorf ist da schlecht aufgestellt. Im Linksrheinischen ist das besonders deutlich, da seit Jahren ausschließlich in Wohnraum im hochpreisigen Bereich investiert wurde. Teilweise mit erheblicher Unterstützung der Stadt. An bezahlbarem Wohnraum herrscht im Neubaubereich großer Mangel. In die Zukunft weisende Konzepte (*) sind gefragt. Statt dessen wird eine Wohnraumpolitik aus dem 19. und 20. Jahrhundert verfolgt.
Bei den wenigen Flächen die zur Zeit für eine Wohnbebauung in der Diskussion sind liegt deshalb ein besonderes Augenmerk. Das Grundstück der St. Anna Kirche in Niederkassel ist dafür ein schönes Beispiel. Das Grundstück ist im Besitz der Kirche. Wo wenn nicht hier könnte zu 100% geförderter oder preisgedämpfter Wohnungsbau entstehen?. Ein zweites, aktuelles Beispiel ist das Grundstück des ehemaliges Schwimmbads in Oberkassel. Es ist im Eigentum der Stadt Düsseldorf und sie sollte damit verantwortlich umgehen. Kurzfristig Geld in marode Stadtkasse mittels des überhitzten Immobilienmarktes zu spülen ist da die kurzsichtigen Lösung. 100% ist hier gefragt. Und dann gibt es an der Oberlöricker- und Lörickerstr.  große Flächen bei denen noch im Stillen um die Bebauung gerungen wird. Hier sollte die Öffentlichkeit mit einbezogen werden. 


2.     Verkehr:
Ruhender Verkehr ohne Sonderrechte ( Barbarossaplatz!).
Dass der VVV seit Jahren ein Verkehrskonzept anfordert ist allseits bekannt. Das gilt aber nicht nur für den rollenden, sondern ebenso für den ruhenden Verkehr. Absonderliche und teilweise lebensgefährliche Parkgewohnheiten, wie sie oft von Feuerwehr und Polizei festgestellt werden, prägen ganztägig das Straßenbild unseres Stadtteils. Hier müssen endlich alle zur Verfügung stehenden Gesetze und Verordnungen angewendet werden!

3.     Verkehrskonzept.
Erst bauen und dann mal sehen wie sich der Autoverkehr seinen Weg sucht, dieses aus der jüngsten Vergangenheit stammende „Städtebauexperiment“ der ehemaligen schwarz-gelben Stadtregierung muss endlich ein Ende haben! Zukunftsweisende Konzepte sind hier gefragt. Lösungen hatte der VVV schon vor Jahren angeregt. (Siehe Belsenplatz)
Autos zuerst, das gehört der Vergangenheit an. Sichere Fahrradwege und kostenloser ÖPNV, das sind nur zwei Punkte von vielen, die Düsseldorf lebenswerter machen könnten. Die Lieferverkehre in das Heerdter Gewerbegebiet sind ein Problem, eine Lösung ist nicht in Sicht, aber notwendig.
Verkehrskonzepte wie die U 81 sind erklärungsbedürftig. Hier wird mit einem riesigen Kostenaufwand der Flughafen erschlossen. Das könnte die Neusser und Büdericher freuen, aber auch nur einmal im Jahr, wenn sie zum Flughafen müssen. Bessere Verbindung aus Norden werden damit nicht geschaffen. Die Kosten sind mit der unbelebten Brücke extrem hoch, die Staus werden bleiben.

4.     Gestaltungsbeirat:
Auch den Gestaltungsbeirat fordert der VVV seit Jahren. Das er Baugenehmigungen beschleunigen kann und für mehr Qualität in der Stadtplanung sorgt, ist europaweit belegt. Endlich sollte sich auch Düsseldorf  zu dieser Einrichtung durchringen. Wir wollen daran erinnern, dass das Stadtwesen ein Gemeinschaftsprojekt ist. Die Frage, wie eine Stadt aussieht und wer sie gestaltet, darf nicht im dunklen Kämmerlein unter immer den selben fachfernen Vertretern ausgekungelt werden.

5.    Papiermüll:
Weihnachten hat es wieder gezeigt: gekauft wird im Internet. Geliefert in Kartons. Und immer mehr landet davon auch im Straßenbild. Hier wird deutlich, wie sehr wir eine Wegwerfgesellschaft sind. Die Sammelcontainer für Papier und Glas sind hässlich, dreckig und häufig überfüllt. Unerlaubterweise tragen auch einige Gewebetreibende (Gastronomen) ihren Teil dazu bei. Die Recycelingunternehmen kommen an manchen Tagen dem Abtransport der Papierberge, die auch zunehmend neben den Containern stehen, nicht mehr nach.  Ein Recyclinghof wurde fataler weise  vor einigen Jahren ersatzlos abgeschafft. Es besteht erheblicher Handlungsbedarf.

6.     Kein Düngen und zu frühes mähen der Rheinwiesen. Stinkender Dünger auf Privatwiesen in den  Rheinauen sind ein nicht hinzunehmendes Ärgernis. Hier muss die Verwaltung massiv auf die Eigentümer einwirken, und die Verklappung von mehrheitlich holländischer Gülle untersagen! Ärgerlich ist aber auch dass die Stadt auch bei den Rheinwiesen jeglichen Umweltschutz außer Acht lässt. Alljährlich werden die Wiesen zu früh zurückgeschnitten. Seltene Pflanzen können keine Blüten bilden und sich nicht mehr vermehren.

7. Umwelt
welchen Stellenwert soll der Umweltschutz in der Stadt einnehmen? Düsseldorf hat ein gutes Förderprogramm für die energetische Sanierung. Nach dem Abholzen des Seesterns und dem Sturm Ela ist der Baumbestand erheblich reduziert worden. Die immer höher werdende Bebauung verschließt die Durchlüftungsmöglichkeiten. Schadstoffe werden sich stärker konzentrieren. Wollen wir so leben?


(*) Generationsübergreifendes Wohnen (z.B. Kalkbreite Zürich),  Wohnbaugenossenschaften usw.